Software RAID Konfiguration

Um ein Software RAID zu konfigurieren wird das Tool mdadm genutzt. MD steht für Multiple Device und der Partitions-Typ ist FD. Der Kernel prüft den Partitions-Typ um die Konfiguration des RAID Verbundes zu starten. Falls die Partitionen nicht als FD definiert sind muss bei jedem Start mdadm –assemble gestartet werden um den RAID Verbund zu starten. Erläuterung zu den RAID-Levels:

LevelNameBeschreibungAusfallNutzung
0StripingStreng genommen kein richtiges RAID, Verbund von Minimum zwei Festplatten werden zusammengeführt um die beiden Festplatten parallel um so eine schnellere I/O Operationen zu erzielen.Ausfall von einer FestplatteAnwendungen bei denen das Ausfallrisiko keine Rolle spielt oder bei nur Lese-Zugriff
1MirroringVerbund von Minimum zwei Festplatten, die Daten werden auf allen Festplatten genau gleich abgelegt, somit hat es eine volle RedundanzAusfall von allen FestplatteBei kritischen Anwendungen
5Block-Striping ParityVerbund von Minimum drei Festplatten, die Daten werden Redundant gespeichert, die Paritätsinformation werden auf allen Festplatten abgelegtAusfall von zwei FestplatteBei kritischen Anwendungen

RAID Verbund erstellen

Mit folgendem Befehl wird ein RAID Level 1 Verbund mit dem Namen md0 erstellt, im Verbund werden die Partitionen sda5 und sda6 hinzugefügt:

mdadm --create /dev/md0 --level=1 -n 2 /dev/sda5 /dev/sda6

Anderes Beispiel für ein RAID Level 5

mdadm --create /dev/md0 --level=5 -n 3 /dev/sda5 /dev/sda6 /dev/sda7

Die Meta-Daten der Partitionen die im RAID Verbindung sind werden bei der Konfiguration überschrieben, falls z.B ein Bootloader auf einer Partition war, wird dieser gelöscht. Der Vorgang der Initialisierung des RAID Verbundes kann mit folgendem Befehl aufgerufen werden:

cat /proc/mdstat

Obwohl der RAID Verbund noch am initialisieren ist, kann das RAID Device bereits genutzt werden. Mit mkfs.ext4 ein EXT4 Filesystem erstellen:

mkfs.ext4 /dev/md0

Standard Blocksize vom RAID Device ist 512k, beim Erstellen des Filesystems kann man die Blocksize ändern, wenn grosse Dateien auf dem RAID Device verarbeitet werden kann die Blocksize auf 4096k (maximale Chunksize) erhöht werden, wenn z.B kleine Dateien verarbeitet werden sollte eine tiefere Blocksize gesetzt werden, als Beispiel 1024k. Stride wird durch die Formel (512*1024)/4096 = 128 berechnet, 512 ist die Standard Blocksize vom RAID Device, 4096 die ausgewählte Blocksize vom Filessytem:

mkfs.ext4 -b 4096 -E stride=128 /dev/md0

RAID Verbund stoppen:

mdadm --stop /dev/md0

RAID Verbund stoppen:

mdadm --assemble /dev/md0 /dev/sda5 /dev/sda6

Partition dem RAID Verbund hinzufügen:

mdadm --manage --add /dev/md0 /dev/sda10

META Informationen der Partition sda6 Anzeigen:

mdadm --examine /dev/sda6

Partition aus einem RAID Verbund entfernen:

mdadm --manage --fail /dev/md0 /dev/sda6
mdadm --mange --remove /dev/md0 /dev/sda6

In der Konfigurations-Datei /etc/mdadm/mdadm.conf können verschiedene Notifikationen konfiguriert werden. Diese Datei wird vom mdadmd Dienst eingelesen.


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